Debatte vom 2. März 2026

„Stadt für alle“ im Bereich Mobilität
Kurz vor der Kommunalwahl am 8. März hatten wir den Zusammenschluss „Stadt für alle“ als Thema genommen. Sylvia Hladky von der Münchner Initiative Nachhaltigkeit (MIN) führte ins Thema ein.
„Stadt für alle“ hatte als Vorbereitung für die Wahl einen Forderungskatalog aufgestellt, der bei einer Aktion am Marienplatz der Stadtpolitik übergeben wurde. Im Bereich des Verkehrs sind die wesentlichen Forderungen enthalten, für welche sich auch der VCD seit vielen Jahren engagiert einsetzt:
- Sicherheit und Barrierefreiheit
- Vorfahrt fürs Fahrrad
- ÖPNV ausbauen und barrierefrei machen
- Investitionen in Infrastruktur für alle
- Gesundheit als Leitlinie für die Stadtplanung
Unsere Referentin führte auch die aktuellen Zahlen an, nach denen die Zahl der Autos in München weiter steigt, obwohl die gefahrenen Kilometer leicht zurückgehen. Daraus sieht man, dass vor allem der ruhende Verkehr der parkenden Autos ein großes Problem ist.
Das Thema Parken wurde auch in der anschließenden Diskussion angesprochen. So wurden die über lange Zeit unbewegt in den Straßen stehenden Wohnmobile als Problem gesehen, dem man allenfalls über neu anzulegende Parkmöglichkeiten oder Parkausweise begegnen kann. Auch das Parken von Rädern ist an manchen Stellen (Ostbahnhof) ein gravierendes Problem, da viele Räder nicht vorübergehend, sondern dauerhaft abgestellt sind.
Im Bereich der Sicherheit ist einerseits das Gehwegparken zu nennen, das dem Fußverkehr erhebliche Schwierigkeiten bereitet, aber auch das Tempo der Pkws. Ein generelles Tempo 30 wäre eine klare Verbesserung!
Die Umgestaltung unserer Stadt weg von ihrer Autozentriertheit hin zu mehr Lebensqualität, besserer Luft, und mehr Raum für den Aufenthalt hat eine viel größere Bedeutung als Infrastruktur, die nur auf den mobilisierten Individualverkehr ausgerichtet ist.
