Zweites Fußverkehrsfestival München vom 3. bis 10. Mai 2026
Auch beim zweiten Fußverkehrsfestival waren viele interessante Spaziergänge angeboten: fast 30 an der Zahl!
Der VCD hat sich wieder mit drei Spaziergängen beteiligt:
Dienstag, 5. Mai 2026, 18 Uhr, Dauer ca. 90 Minuten: Tram Westtangente in Fürstenrieder Straße Treffpunkt: vor der Stadtbibliothek Laim, Fürstenrieder Straße 53 (erreichbar von Haltestelle Laim) Leitung: Rudolf Heunisch Inhalt: Tram Westtangente, fertiggestellter Teil, Baustellen, Umfeld und Umgestaltung sowie Auswirkungen auf Fußgänger und ÖPNV-Nutzer
Mittwoch, 6. Mai 2026, 18 Uhr, Dauer ca. 90 Minuten: Platzgestaltungen im Münchner Außenbereich Treffpunkt: Aidenbachstraße 21, vor Eingang VHS (U-Bahn, Bus) Zielpunkt: Luise-Kiesselbach-Platz (Bus) Leitung: Christoph Gagern Inhalt: Einige Plätze im Münchner Außenbereich sollen begangen werden: Ratzingerplatz, Kreuzhof, Luise-Kiesselbach-Platz. Gestaltung bzw. anstehender Umbau und Aufenthaltsqualität für Nicht-Autofahrende stehen im Fokus.
Freitag, 8. Mai 2026, 16:30 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden: Autofrei leben und wohnen in der Messestadt Treffpunkt: U-Bahn Messestadt West, Bahnsteig Leitung: Gunhild Preuß-Bayer Inhalt: Autofrei Lebende haben Häuser fast ohne Stellplätze gebaut. Das war schwer erkämpft. In der „Ökoecke“ lernen wir mehr über „Wohnen ohne Auto“. Wir wollen nun einen autofreien Stadtteil. Ein angenehmes Wohnumfeld bringt preisgünstig Klimaschutz.
Der Flyer mit allen Spaziergängen kann → hier heruntergeladen werden.
Westtangente 1
Westtangente 2
Westtangente 3
Westtangente 4
Westtangente 6
Platzgestaltungen
Autofrei wohnen 1
Autofrei wohnen 2
Autofrei wohnen 3
Erstes Fußverkehrsfestival München vom 3. bis 10. Mai 2025
Montag, 5. Mai 17:30 Uhr: Klimaschützender Verkehr entlang des Südrings Treffpunkt: Kolumbusplatz Unter der Bahnbrücke (Ostseite) Wir zeigen Potenziale für mehr klimaschützenden Verkehr entlang des Südrings. Regionalzughalte erlauben eine bessere Vernetzung im Münchner ÖPNV. Auch lassen sich Fuß- und Radweg-Trassen links und rechts des Südrings nutzerfreundlicher gestalten.
Dienstag, 6. Mai 18 Uhr: Sendling – Leben an der Hangkante Treffpunkt: Brunnen am Harras Gemeinsam entdecken wir den Stadtteil Sendling – vom Harras über die Lindwurmstraße quer durch den Stadtteil zum Gasteig HP8 – und stellen uns den Herausforderungen der Mobilität.
Mittwoch, 7. Mai 18 Uhr: Nahversorgung im Wandel am Beispiel Großhadern Treffpunkt: U-Bahn Großhadern, Ausgang Würmtalstraße vor Filiale der Stadtsparkasse Einzelhandel und Bankfilialen schließen und verlegen Standorte, Kitas entstehen neu, ebenso Filialen von Bäckereiketten. Auf dem Weg in Großhadern betrachten wir Chancen und Risiken des Umbruchs aus Sicht der Verkehrsteilnehmer Fußgänger.
Vom 3. bis 10. Mai 2025 hat das erste Fußverkehrsfestival in München stattgefunden, das Menschen einlädt, an Jane’s Walks teilzunehmen, um die Stadt zu erkunden. Diese Spaziergänge fördern den Austausch untereinander und eröffnen neue Perspektiven auf unsere Stadt.
Vom VCD München wurden drei Spaziergänge angeboten:
Insgesamt wurden etwa zwei Dutzend Spaziergänge im Zeitraum 4. bis 10. Mai 2025 durchgeführt, mit einer Eröffnung am 3. Mai. Auch wenn das Wetter nicht bei allen Spaziergängen so toll war, es hat den Teilnehmenden und den Veranstaltenden viel Freude gemacht. Nächstes Jahr wieder!
In Sendling
An der Isar
Der Flyer mit allen Spaziergängen und einer Karte kann → hier heruntergeladen werden.
Die neue Ausgabe April 2026 unserer online-Zeitung nahfairkehr ist erschienen. Hier erhalten VCD-Mitglieder aus München und Umland die neuesten Informationen rund um die Themen Bus & Bahn, Luftreinhaltung, Radverkehr sowie Wohnen ohne Auto.
Radlhauptstadt München? – Bikeability im Kontext der kommunalen Radverkehrspolitik
Ein neuer Bereich bei den VCD Debatten: Arbeiten, die zu Verkehrsthemen im Rahmen eines Studiums entstanden sind. Als erste Arbeit wurde im April 2026 die Bachelor-Arbeit von Ruben Schauer an der Universität Hamburg und Hafencity Universität vorgestellt.
Die Präsentation von Ruben zur Analyse des inneren Radlrings in München hinsichtlich seiner Eignung als Haupt-Radlstrecke war sehr eindrucksvoll und auch sehr verständlich vorgetragen. Nach einem kurzen Ausflug in die Theorie und der Festlegung von Bewertungskriterien zeigte er, wie jeder der kleingliedrig unterteilten Abschnitte des Radlrings eine Qualitätsstufe zwischen 1 (optimal) und 4 (sehr schlecht) erhält. Die Analysen können entweder für jeden Abschnitt den ermittelten Bikeability-Wert darstellen, oder auch aufgegliedert für jeden der sieben Indikatoren separat.
Eine durchschnittlich gut angelegte Radfahrstrecke würde mit einem Index um die 2,5 in Erscheinung treten, also im Mittelfeld liegen. Es wäre zu erwarten, dass herausragende Strecken besser dastehen. Leider ist dies beim Radlring nicht der Fall. Von den sieben Indikatoren rangieren im Mittel für die gesamte Strecke vier schlechter als der Mittelwert. Lässt man den Belag der Radstrecke als Indikator weg, da in München fast alle Abschnitte asphaltiert sind (in anderen Städten teils gravierend andere Verhältnisse!), so sind sogar nur noch zwei von sechs Indikatoren besser als der Mittelwert. Damit kann man den Radlring beim besten Willen nicht als überdurchschnittlich fahrradfreundlich betrachten. Er rangiert im Mittelfeld, so wie ein Großteil der Münchner Radstrecken.
Interessante weitere Betrachtungen beurteilten das Potenzial für Verbesserungen und verglichen diese mit den aktuell in München laufenden Entwicklungen. Zuvorderst ist natürlich hier der Radentscheid München (REM) zu nennen.
Für mehr Details empfiehlt es sich, entweder die Bachelor-Arbeit im Original zu lesen, oder die Präsentation anzusehen.
Die anschließende Diskussion sprach unter anderem den Aufwand an, welcher in eine Index-Bewertung wie vorgetragen fließt, im Gegensatz zu rein kartenbasierten Analysen. Der Vorteil ist natürlich, dass nur vor Ort eine Vielzahl von zusätzlichen Parametern zu ermitteln sind. Ein weiterer Punkt war die Berücksichtigung des ruhenden Verkehrs: Schrägparker werden nicht hinderlicher für radfreundliche Straßen beurteilt als Normalparker.
Ziel einer Bikeabilty-Bewertung ist auch, kostengünstige Verbesserungsmöglichkeiten leichter zu identifizieren. Für gute Bikeability wäre es hilfreich, Radverkehr und MIV (motorisierter Individualverkehr) über getrennte Strecken zu führen. Leider scheitert dies oft an fehlenden Routen, und es zeigt sich auch, dass Verkehrsteilnehmende nicht immer die Bikeability im Vordergrund haben, sondern dass noch andere Faktoren wie z. B. Fahrtdauer eine Rolle spielen.
Wir wünschen Ruben Schauer noch viel Erfolg – als nächstes bei seiner Masterarbeit, und bedanken uns herzlich für das tolle Referat, und bei den Teilnehmenden vor Ort und online für ihre Beteiligung!
14:00 – 16:00 Uhr München, ganz im Osten 🔄
Treffpunkt: U-Bahn-Station Messestadt Ost, östlicher Ausgang
Veranstalter: Werkbund Bayern e.V. und BUND Naturschutz Kreisgruppe München e.V., Martin Schnitzer
Anmeldung an mail@martinschnitzer.de
Wir begeben uns an den östlichsten Rand der Stadt an die Gemarkungsgrenze. Wir sehen die Messestadt Riem, den „Frauenwald“, Reste der Landebahn des ehemaligen Flughafens, den östlichsten Punkt Münchens, den Landschaftspark Riem und den Riemer See. Bitte Getränk und kleine Brotzeit mitnehmen! Der Spaziergang findet auch bei Regen statt. Denken Sie an feste Schuhe und bei schlechtem Wetter an Regenschutz oder Schirm.
14:00 – 18:30 Uhr Postkoloniale Spuren in München – Workshop und Rundgang ♿
Treffpunkt: EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80, RG; Ende: Stadtmuseum
Veranstalter: Commit e.V., Fabienne Bauer
Anmeldung an globales.lernen@com-mit.org
Viele unserer gegenwärtigen Vorstellungen, unser Verhalten, aber auch unzählige Missstände sind direkt auf unsere koloniale Vergangenheit zurückzuführen. Wir beschäftigen uns heute mit historischen Hintergründen, weltweiten Verflechtungen und lokalen Spuren der Kolonialzeit. Besonders in den Fokus nehmen möchten wir, wie die (neo)-kolonialen Machtstrukturen der Gegenwart die wirtschaftliche und soziale Ungleichheit der modernen Welt aufrechterhalten. Wir möchten mit unserem Angebot Selbstreflexion fördern, um Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Montag, 4. Mai 2026
17.00 – 18:30 Uhr Wie gerecht ist unsere Stadt? Öffentlicher Raum und Mobilität – alle mitgedacht 🔄♿
Treffpunkt: Milbertshofen U-Bahn Ausgang Keferloher/Ecke Knorrstraße
Veranstalter: Green City e.V., Janina Laube
Auf diesem Spaziergang betrachten wir Gendergerechtigkeit im Verkehrssystem und öffentlichen Raum. Wir begegnen gelungenen und verbesserungswürdigen Beispielen der Stadtplanung und erleben, für wen die Stadt funktioniert und für wen Hürden bestehen.
17:30 – 19:30 Uhr Mehr Platz für den Fuß- und Radverkehr – Was hat sich getan?
Treffpunkt: Isartorplatz, Fortunabrunnen; Ende: Am Glockenbach
Veranstalter: FUSS e.V. München, Paul Bickelbacher
Wir besichtigen Orte im Viertel, an denen der Fuß- und Radverkehr in den letzten Jahren mehr Platz bekam. Vergleichsfotos von früher veranschaulichen die Verbesserungen.
Gemeinsam erkunden wir auf einem geführten Spaziergang des Forschungsprojekts CitySoundscapes die Klangkulisse in Münchens Grünflächen: Wir halten an mehreren Stationen inne, hören zu und teilen die Eindrücke per Online-Befragung. Für die Online-Befragund benötigen die Teilnehmenden ihr Smartphone. Fals Sie kein Smartphone nutzen möchten, stellen wir einen Papier-Fragebogen zur Verfügung. Der Spaziergang findet bei jedem Wetter statt.
Dienstag, 5. Mai 2026
16:00 – 18:00 Uhr Hör- und Hitzespaziergang – Isarvorstadt
Treffpunkt: Brunnen in der Trambahnschleife am Sendlinger-Tor-Platz; Ende: Alter Südfriedhof, Haltestelle Kapuzinerstraße
Veranstalter: Gesundheitsladen München e.V., Barbara Dicker
Die Isarvorstadt zählt zu den beliebtesten Vierteln Münchens, trotz vielbefahrener Straßen und Lärm. Mit Messgeräten erkunden wir Hitze, Kühle, Ruhe und Geräusche und fragen, was das Viertel prägte und wie es lebenswert bleibt.
17:00 – 18:00 Uhr
Nachhaltig leben im Harthof ♿
Treffpunkt: Versöhnungskirche, Hugo-Wolf-Straße 18; Ende: Mehrgenerationenhaus, Dientzenhofer Straße 68
Veranstalter: Klimatreff Milbertshofen, Christian Wiedemann
Anmeldung an klimatreff_milbertshofen@leocor.org
Harthof in Bewegung – ein Quartiersrat gründet sich: Beim Stadtteilspaziergang durch den Harthofanger erkunden wir das nachhaltige Leben im Quartier – mit Besuch der Angebote im Mehrgenerationenhaus.
18:00 – 19:30 Uhr
Spaziergang für neue Connections
Treffpunkt: U6 Freimann – Harnierplatz bei der Unterführung; Ende: U6 Kieferngarten
Veranstalter: Green City e.V., Ines Steinheimer
Connections zwischen alten und neuen Nachbar*innen schaffen – auch auf Sitzbänken: Wir spazieren vom beschaulichen Altfreimann zum neuen Quartier „Neufreimann“, wo wir auf der Baustelle viel Neues entdecken (auch Hochbeete) und weiter zum Kieferngarten.
18:00 – 19:30 Uhr Tram-Westtangente in Fürstenrieder Straße 🔄♿
Treffpunkt: Vor der Stadtbibliothek Laim, Fürstenrieder Straße 53
Veranstalter: VCD Kreisverband München e.V., Rudolf Heunisch
Tram Westtangente, fertiggestellter Teil, Baustellen, Umfeld und Umgestaltung sowie Auswirkungen auf Fußgänger und ÖPNV-Nutzer.
Mittwoch, 6. Mai 2026
11:00 – 13:00 Uhr Untersendling – von den Anfängen bis heute! Ein Streifzug durch die Zeit und durch das Viertel 🔄♿
Treffpunkt: Ecke Impler-/Oberländerstraße (Südseite) am Briefkasten
Veranstalterin: Anita Lang, Sonderschullehrerin
Wir erfahren von Baugenossenschaften, sprechen über frühere Architekten und Baumeisterinnen, lassen uns vom Schicksal der jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner berühren und spüren der Mordweihnacht nach.
Hinweis: Wer Assistenz benötigt, muss dafür selbst sorgen; max. 12 Teilnehmer*innen.
17:00 – 19:00 Uhr Der Elisabethplatz im Wandel 🔄♿
Treffpunkt: Ecke Elisabeth-/Nordendstraße beim Kiosk
Veranstalter: Münchner Forum e.V., Renate Kürzdörfer
Anmeldung an veranstaltung@muenchner-forum.de
Der Elisabethplatz in Schwabing-West ist ein zentraler Treffpunkt mit Markt, Biergarten und Spielbereich. Nach Umbauten (Wohnungsbau, Marktneubau) soll der Platz durch weitere Maßnahmen aufgewertet werden. Gemeinsam erkunden wir den Platz.
17:00 – 19:00 Uhr Innenstadt von morgen – Naturdenkmäler und Munich Central Park ♿
Treffpunkt: Sendlinger-Tor-Platz vor der Pfarrkirche St. Matthäus; Ende am Karolinenplatz (Tram 27 und 28)
Veranstalter: BUND Naturschutz Kreisgruppe München, Elisabeth Kornell
Anmeldung an elisabeth.kornell@bn-muenchen.de
Wir stellen einerseits sieben Münchner Naturdenkmäler in der Innenstadt vor und nutzen die Gehpassage in der Sonnenstraße zur Vorstellung der Ideen es BUND Naturschutz hinsichtlich einer bürger*innennahen und an die Klimakrise angepassten Neugestaltung. Auf den Gehpassagen können wir auch auf die Baumgräben und das Straßenbegleitgrün eingehen.
Hinweis: Für den Walk eventuell etwas zum Trinken und einen kleinen Snack für unterwegs mitnehmen. Bitte an die Witterung angepasste Kleidung inklusive Sonnenschutz samt bequemer Schuhe für 4 km Fußweg denken! Absage nur bei Unwettergefahr oder Extremhitze.
17:30 – 19:30 Uhr Solidarische und gemeinschaftliche Orte im Stadtviertel Sendling-Westpark 🔄♿
Treffpunkt: Nachbarschaftstreff, Badgasteiner Straße 5
Veranstalter: Klimatreff Sendling-Westpark, Stefanie Schlößer
Anmeldung über https://leocor.org/klimatreffs/
Wir vom Klimatreff Sendling-Westpark wollen auf dem Spaziergang Orte finden, an denen Gemeinschaft und Solidarität in der Nachbarschaft stattfindet und gelebt wird. Mit dem gemeinsamen Erfahren und Wissen von diesen Orten des gemeinschaftlichen Lebens hoffen wir resiliente, soziale Netzwerke aufbauen zu können.
18:00 – 19:30 Uhr Platzgestaltungen im Münchner Außenbereich ♿
Treffpunkt: Aidenbachstraße 21, vor Eingang VHS; Ende: Luise-Kiesselbach-Platz
Veranstalter: VCD Kreisverband München e.V., Christoph von Gagern
Einige Plätze im Münchner Außenbereich sollen begangen werden: Ratzingerplatz, Kreuzhof, Luise-Kiesselbach-Platz. Gestaltung bzw. anstehender Umbau und Aufenthaltsqualität für Nicht-Autofahrende stehen im Fokus.
Donnerstag, 7. Mai 2026
16:00 – 19:00 Uhr Unterwegs auf dem Münchner Jakobsweg ♿
Treffpunkt: St.-Jakobs-Platz, Kirche St. Jakob am Anger; Ende: S-Bahnhof Solln
Veranstalter: FUSS e.V. München, Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V., Ronald Benke
Wir wandern die ersten 8 Kilometer des Münchner Jabobsweges in Richtung Santiago de Compostela. Wir hören spannende Hintergrundinfos zur Entstehung des Weges und zum Pilgern. Wer möchte, kann auch nur einen Teil des Weges mitgehen und jederzeit mit den Öffis zurückfahren.
Hinweis: Eventuell etwas zum Trinken und einen kleinen Snack mitnehmen für unterwegs und an die Witterung angepasste Kleidung (inklusive Sonnenschutz) und bequeme Schuhe wählen!
16:30 – 18:30 Uhr Hör- und Hitzespaziergang – Haidhausen
Treffpunkt: Pariser Platz, auf der Grüninsel; Ende: Ostfriedhof
Veranstalter: Gesundheitsladen München e.V., Kerstin Drebinger
Mit gespitzten Ohren und Schallpegelmessgerät erkunden wir die Besonderheiten dieses dicht bebauten Stadtquartiers: Lärmschutz an der Bahnstrecke, die Fußgängerzonen, Baustellen, Ergebnisse der Lärmaktionsplanung, Höfe und die Ruheoase Ostfriedhof.
Freitag, 8. Mai 2026
10:00 – 11:30 oder 13:00 Uhr Am Hachinger Bach
Treffpunkt: U-Bahn Josephsburg, Nord-Ost-Ausgang; Ende: S-Bahn-Halt Neubiberg
Veranstalter: FUSS e.V. München, Attila Lüttmerding
Wir gehen den Weg durch den Michaeli-Anger vorbei am Krautgarten und suchen das Ende des Hachinger Bachs. Während der Suche sehen wir die geplante Bachbettverlängerung. Am Ende des Bachs suchen wir nach Tieren. Im westlichen Teil des Ostparks sehen wir die Geothermiebaustelle. Wir durchqueren unterschiedlichste Wohnbebauung. Wir suchen wir die Grenzstraße Münchens und sehen uns die Lücke zwischen der Stadt und dem Landkreis an. Der Campeonpark ist das erste Zwischenziel, welches wir nach ca. 1,5 Stunden erreichen. Wer noch Kraft hat, kann noch weiter zum Landschaftpark Hachinger Tal weitergehen und dort die Landebahn und ein Biotop betrachten. Das Ende des Spaziergangs ist der S-Bahn-Halt in Neubiberg nach ca. weiteren 1:15h.
14:00 – 16:00 Uhr Spaziergang in 24 Bildern von der Brudermühlbrücke über den Rosengarten bis zur Färberei – ein künstlerisches Experiment mit Graffiti, Lochkamera und den Ö_Werkstätten
Treffpunkt: Unter der Brudermühlbrücke; Ende: Färberei, Claude-Lorrain-Str. 25 / RGB
Veranstaltung: Färberei / Kreisjugendring München-Stadt, Agnes Andrae
Chiara Meintzinger erzählt uns von den Dösenöffner-Kunstwerken unter der Brudermühlbrücke, mit Tim Davies machen wir 24 Lochkamera-Fotos und bei den Färberei-Ö_Werkstätten experimentieren wir künstlerisch – und vielleicht gibt’s noch eine Überraschung!
Hinweis: Findet bei jedem Wetter statt; bitte wettergeeignete Kleidung anziehen!
16:30 – 18:30 Uhr Autofrei leben und wohnen in der Messestadt 🔄♿
Treffpunkt: U-Bahn Messestadt West, Bahnsteig
Veranstalter: VCD Kreisverband München e.V., Gunhild Preuß-Bayer
Autofrei Lebende haben Häuser fast ohne Stellplätze gebaut. Das war schwer erkämpft. In der „Ökoecke“ lernen wir mehr über „Wohnen ohne Auto“. Wir wollen nun einen autofreien Stadtteil. Ein angenehmes Wohnumfeld bringt preisgünstig Klimaschutz.
Samstag, 9. Mai 2026
10:30 Uhr – 12:30 Uhr Vom Arnulfpark nach Gern – Parkraum im Wandel ♿
Treffpunkt: Rainer-Werner-Fassbinder Platz (nahe S-Bahn Donnersberger Brücke); Ende: U-Bahnhof Gern
Veranstalter: Münchner Forum e.V., Initiative Parkraumwende
Anmeldung an veranstaltung@muenchner-forum.de
Ziel der Initiative Parkraumwende.de ist die Verlagerung des ruhenden Verkehrs von öffentlichen Straßen auf private Flächen und Stellplätze. Doch warum gelingt das bisher nur unzureichend? Bei einem Spaziergang diskutieren wir Beispiele und Lösungen.
10:30 – 13:00 Uhr MUNICH UGLY – mit Eugene Quinn und Green City e.V. ♿
Treffpunkt: unter dem Sendlinger Tor; Ende: Milchhäusl im Englischen Garten
Veranstalter: Green City e.V., Lea Wieser
Green City und Eugene Quinn nehmen dich mit auf eine augenzwinkernde Tour zu Münchens größten Geschmacksverirrungen, umstrittener Architektur und planerischen Fehltritten. Kritisch, humorvoll, interaktiv: Stimm ab und gestalte die Debatte um die Stadt!
13:00 – 15:00 Uhr »Klima«-Spaziergang im Münchner Nordosten 🔄♿
Treffpunkt: Quartierszentrale, Maria-Nindl-Platz 6
Veranstalter: Omas for Future Regionalgruppe München, Esther Debus
Anmeldung an muenchen@omasforfuture.de
Durch das neue Stadtquartier Prinz-Eugen-Park mit seinen Wohngenossenschaften, ökologischer Mustersiedlung, naturnahen Grünflächen und Abenteuerspielplätzen, dem Vorzeige-Neubau des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums, über den historischen Salzsenderweg.
15:00 – 17:00 Uhr Biotopverbund am Rangierbahnhof München 🔄
Treffpunkt: Olympiaeinkaufszentrum (U1/U3), Ausgang U1 Nordost, Hanauer Str. 68
Veranstalter: NaturFreunde Deutschlands, Bezirk München e.V., Manfred Plöckl
Wir schauen uns den artenreichsten Teil von München an. Vom OEZ fahren wir mit dem X36 zur Haltestelle Storchenweg. Auf unserem Weg zurück zum OEZ werden wir viele verschiedene Pflanzen in unterschiedlichen Biotopen und interessante Technik sehen. Hinweis: bitte an wetterfeste Schuhe denken!
15:00 – 17:30 Uhr Chairwalk: Die langsamste Art sich fortzubewegen – eine mobile Skulptur
Treffpunkt: Vorm Fuchsbau, an der Ungererstraße 19, nördlich der Erlöserkirche; Ende: Münchner Freiheit
Veranstalterinnen: Stuhldisteln—Kunstaktionen im öffentlichen Raum, Claudia Döring und Annette Rinn
10-12 Teilnehmende bilden eine Stuhlreihe, der Hinterste überholt die Sitzschlange, setzt sich an die Spitze und so fort. Die Stuhlschlange bewegt sich langsam und schweigend durch den öffentlichen Raum. Nach einer Stunde Austausch über das Wahrgenommene und Empfundene. Was für Gedanken kommen uns zum öffentlichen Raum?
Hinweis: Bitte eigenen Stuhl mitbringen!
Sonntag, 10. Mai 2026
10:00 Uhr und 14:00 Uhr Wer zwitschert da am Hanns-Seidel-Platz? 🔄♿
Treffpunkt: Südende der neuen Grünanlage am Hanns-Seidel-Platz, Nähe U-Bahn-Station Neuperlach Zentrum (U5)
Veranstalter: Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe München, Sylvia Weber
Am Hanns-Seidel-Platz hat der LBV den kleinen Spatzentrupp am ehemaligen Kulturhaus über eine jahrelange Großbaustelle hinweg gerettet. Inzwischen lebt dort die wahrscheinlich größte Spatzenpopulation Münchens. Wie man Vogelschutz und Baumaßnahmen in Einklang bringen kann und mit welchen Methoden man Neubausiedlungen (wieder) zum Zwitschern bringt, wird auf der Führung erklärt – Spatzengezwitscher inklusive.
10:30 – 12:30 Uhr Unsere Klimazukunft in Erzählfragmenten ♿
Treffpunkt: Nordhaideplatz, direkt an der Oberfläche der U-Bahnhaltestelle Dülferstraße (U2); Ende: Panzermauer in der Panzerwiese
Veranstalter: Klimatreff Milbertshofen, Christian Wiedemann
Anmeldung an klimatreff_milbertshofen@leocor.org
Unsere Klimazukunft in Erzählfragmenten: Bei diesem Stadtteilspaziergang durch die Panzerwiese hören wir in vier utopische und dystopische Zukunftsszenarien und tauschen uns dazu aus. Bitte gerne einen leichten Klappstuhl für sich mitbringen.
14:00 – 15:30 Uhr (Rauch)Schwalben am Nymphenburger Schloss 🔄♿
Treffpunkt: vorm Haupteingang des Nymphenburger Schlosses
Veranstalter: Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe München, Stefanie Gansbühler
Rauchschwalben gelten traditionell als Glücksboten, und am Nymphenburger Schloss lassen sie sich bis heute beobachten. Da ihre Brutplätze v.a. in Städten zunehmend seltener werden, möchten wir Ihnen diesen besonderen Standort vorstellen. Hier können Sie selbst erleben, was diese Vögel so bemerkenswert macht und welche Herausforderungen ihnen in der heutigen Zeit begegnen. Die Möglichkeit, ihre Nester an einem Ort wie Nymphenburg zu entdecken, macht diese Beobachtung zu einem besonderen Naturerlebnis. Hinweis: Der Spaziergang findet nur bei schönem Wetter, nicht bei starkem Regen und Wind statt.
15:00 – 17:00 Uhr Spaziergang durch Münchner Kleingärten
Treffpunkt: U-Bahn Hohenzollernplatz, vor dem Eingang des asiatischen Lebensmittelladens; Ende: Luitpoldpark
Veranstalterin: Birgit Lu Mazen, Fotografin
Anmeldung an lumazen@gmx.de
Spaziergang durch Schwabing mit Abstechern in die Kleingärtenanlagen am Olympiapark und Luitpoldpark. Mit Informationen zu Münchner Parks und Gärten. Hinweis: Der Spaziergang findet bei Regen nicht statt.
18:00 – 19:30 Uhr Wenn der Tag sich neigt: Vögel in der Abenddämmerung
Treffpunkt: Tramhaltestelle Amalienburgstraße beim Hartmannshofer Tor; Ende: Schloss Nymphenburg
Veranstalter: Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe München, Isabel Rohde
Anmeldung: Gerne, wenn möglich, aber nicht zwingend erforderlich unter isabel.rohde@lbv.de
Begleiten Sie uns auf einer spannenden Führung durch den Wald und entdecken Sie die faszinierende Welt der dämmerungsaktiven Vogelarten. Erfahren Sie mehr über Eulen und andere Vögel, die in der Dämmerung und in nächtlichen Stunden aktiv sind. Tauchen Sie ein in das verborgene Nachtleben unserer gefiederten Bewohner! Hinweis: Wetterangepasste Kleidung und ein Fernglas wären nützlich. Die Führung findet auch im Rahmen des „Langen Tags der Stadtnatur“ statt.
ENDE DES PROGRAMMS
Legende:
🔄 Rundweg
♿ Spaziergang rollstuhlgerecht
Was ist ein „Jane’s Walk“?
Jane’s Walks sind Stadtspaziergänge, die weltweit jedes Jahr Anfang Mai stattfinden. Menschen gehen zusammen, um gemeinsam mit anderen die Stadt zu erkunden, zu beobachten und besser kennenzulernen. Ein Jane’s Walk ist kein sportliches Walking und auch keine Führung mit Fachvorträgen. Es ist eine Gelegenheit, mit anderen ins Gespräch zu kommen und die Stadt aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.
Wer war Jane Jacobs ?
Jane Jacobs (1916-2006), die Namensgeberin der „Jane’s Walks“, war eine Fachjournalistin und Schriftstellerin für Architektur und Stadtplanung, die mit ihren Büchern die Grundlagen für die moderne Stadtplanung gelegt hat. Ihr Ziel war den Alltag in der Stadt menschenfreundlich zu gestalten. Dafür hat sie das Wissen von Bürgerinnen und Bürgern genutzt. Sie hat die Bedeutung des Zufußgehens im Alltag erkannt und gefeiert. Damit wurde sie zur Schlüsselfigur für eine Stadtentwicklung im menschlichen Maß. Sie gilt als die „Begründerin einer humanistischen Stadtplanung“ und als Mutter der „15-Minuten-Stadt“, in der wichtige Alltagsziele in einer Viertelstunde zu Fuß erreichbar sind.
Kurz vor der Kommunalwahl am 8. März hatten wir den Zusammenschluss „Stadt für alle“ als Thema genommen. Sylvia Hladky von der Münchner Initiative Nachhaltigkeit (MIN) führte ins Thema ein.
„Stadt für alle“ hatte als Vorbereitung für die Wahl einen Forderungskatalog aufgestellt, der bei einer Aktion am Marienplatz der Stadtpolitik übergeben wurde. Im Bereich des Verkehrs sind die wesentlichen Forderungen enthalten, für welche sich auch der VCD seit vielen Jahren engagiert einsetzt:
Sicherheit und Barrierefreiheit
Vorfahrt fürs Fahrrad
ÖPNV ausbauen und barrierefrei machen
Investitionen in Infrastruktur für alle
Gesundheit als Leitlinie für die Stadtplanung
Unsere Referentin führte auch die aktuellen Zahlen an, nach denen die Zahl der Autos in München weiter steigt, obwohl die gefahrenen Kilometer leicht zurückgehen. Daraus sieht man, dass vor allem der ruhende Verkehr der parkenden Autos ein großes Problem ist.
Das Thema Parken wurde auch in der anschließenden Diskussion angesprochen. So wurden die über lange Zeit unbewegt in den Straßen stehenden Wohnmobile als Problem gesehen, dem man allenfalls über neu anzulegende Parkmöglichkeiten oder Parkausweise begegnen kann. Auch das Parken von Rädern ist an manchen Stellen (Ostbahnhof) ein gravierendes Problem, da viele Räder nicht vorübergehend, sondern dauerhaft abgestellt sind.
Im Bereich der Sicherheit ist einerseits das Gehwegparken zu nennen, das dem Fußverkehr erhebliche Schwierigkeiten bereitet, aber auch das Tempo der Pkws. Ein generelles Tempo 30 wäre eine klare Verbesserung!
Die Umgestaltung unserer Stadt weg von ihrer Autozentriertheit hin zu mehr Lebensqualität, besserer Luft, und mehr Raum für den Aufenthalt hat eine viel größere Bedeutung als Infrastruktur, die nur auf den mobilisierten Individualverkehr ausgerichtet ist.
Einsatz von Wasserstoff im Verkehr – Rolle & Chancen
Die hybrid gehaltene Debatte zum Thema Wasserstoff (H2) mit Schwerpunkt Lkw-Verkehr wurde von einer ausführlichen Präsentation eingeleitet. Martin Zerta ging auf viele Felder ein, die hierbei relevant sind.
Vor allem das Ziel, den Transportsektor grundlegend zu dekarbonisieren, d. h. den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch zu reduzieren, ist ganz wesentlich. Der Verkehr insgesamt ist einer der größten Bereiche, welcher die Klimaschutzziele für 2030 bzw. 2040 nicht einhalten wird.
Eine Möglichkeit zu dieser Reduktion ist eine komplette Elektrifizierung der Lkw-Flotte. Mit einer Studie zu den Stromnetzen, welche die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH im Jahr 2025 veröffentlichte, wurden die Voraussetzungen und Auswirkungen unter die Lupe genommen. Es sieht so aus, dass für die Ladeinfrastruktur ein dermaßen hoher Strombedarf entsteht, der momentan kaum zu erfüllen ist, und auch die Zahl der Ladepunkte müsste erheblich ausgebaut werden. Die Wasserstofftechnologie wird als Unterstützung gesehen, um das Stromnetz zu entlasten und zur Systemstabilität beizutragen.
Würden die Strafzahlungen fällig, welche bei Überschreiten der Emissions-Grenzwerte vorgesehen sind, könnte das für viele Beteiligte das finanzielle Aus bedeuten. Damit H2 eine passende Ergänzung zur Elektrifizierung der Lkw-Flotten ist, muss die Verfügbarkeit gewährleistet sein: Versorgungsnetz, Tankstationen und Fahrzeuge müssen gemeinsam ausgerollt werden. Ein deutsches Förderprogramm ist veröffentlicht, in Bayern wird ein weiteres hinzukommen.
In der Diskussion wurden einige Punkte genauer besprochen. Zum einen sind vollelektrische Fahrzeuge im Pkw-Bereich eine weitgehend nutzbare Lösung, während sie für Lkws wegen der häufig weiten Strecken kaum in Frage kommen. Auch das Thema von Oberleitungs-Stromversorgungen für Autobahnen wurde angesprochen.
Ein weiterer interessanter Punkt betrifft die Versorgung mit H2. Die vorhandenen Transport- und Verteilungs-Gasleitungen sind weitgehend auch für H2 geeignet. Jedoch muss der zeitliche Rahmen für eine veränderte Befüllung der Leitungen mit H2 sehr genau geplant sein, damit alle Verbraucher gemeinsam auf die neue Energieform wechseln können.
Fußgängerzone ist folgerichtig und wertet das Viertel auf
VCD zur Auswertung des Verkehrsversuchs Weißenburger Straße in Haidhausen
Mit der Auswertung des Verkehrsversuchs steht für den VCD fest, dass eine Fußgängerzone in der Weißenburger Straße im dicht bewohnten Stadtteil Haidhausen zu mehr Gewinnern als Verlierern führt.