VCD fordert kundenfreundlichen MVV-Tarif
Einfacher, gerechter und flexibler muss das MVV-Tarifsystem für den Fahrgast werden! Dies fordert der VCD im Ergebnis der MVV-Tarifanalyse 2011/2012. Wir haben den MVV mit drei anderen Verbundsystemen verglichen: Berlin, Nürnberg und Vorarlberg. Die Überschaubarkeit der Ticketarten wurde dabei genauso unter die Lupe genommen wie die Rabattregelungen und die Transparenz des Tarifangebotes. Der MVV erreichte nur in wenigen Punkten gute Noten. Daher sieht der VCD hier Handlungsbedarf. Die ausführliche Analyse, die kompakte Präsentation, Presse-Echo.
Leistungsfähige Ring- und Querverbindungen für den öffentlichen Verkehr statt weiterer Tunnel durch die Innenstadt
In München gibt es nicht zuwenige U- und S-Bahn-Linien ins Zentrum, sondern zuviele Menschen, die notgedrungen in die Innenstadt fahren und dort umsteigen müssen, um ihre eigentlichen Ziele zu erreichen.
Der VCD München fordert den Ausbau von Quer- und Tangentialverbindungen, auf denen man die Innenstadt umfahren kann, wie das für Autofahrer selbstverständlich ist. Dann wird es auf den heutigen Linien wieder genug Platz geben für die Leute, die tatsächlich in die City möchten.
Vorschläge hierzu: Trambahn-Westtangente; Tram Schwabing-Bogenhausen; Stadtumlandbahn; Teilausbau Südring mit Haltepunkten Lindwurmstraße und Kolumbusplatz.
Wenn es auch eine radiale Linie ist: Wir begrüßen die neue Tramlinie 28 vom Scheidplatz in die Innenstadt, weil sie die Linie 27 entlastet und die vor Jahrzehnten gekappte, fahrgastfreundliche Direktverbindung Belgradstraße–Nordendstraße–Barerstraße wiederbelebt.
Ertüchtigung der S-Bahn ohne zweiten Tunnel
Die Pläne für eine viel zu teure zweite S-Bahn-Röhre mit massiven Nachteilen und wenig Nutzen müssen endlich begraben werden. Die zweite Röhre soll auf wunderbare Weise alle Probleme lösen, wobei in den MVV-Landkreisen offenbar kaum jemand die geplanten Auswirkungen Ast für Ast kennt.
Die wirklichen Schwachstellen und die notwendigen Verbesserungen werden von unabhängigen Verkehrsexperten, dem VCD und anderen Fahrgastverbänden schon seit Jahren aufgezeigt.
Das Aktionsbündnis S-Bahn-München hat einen Stufenplan vorgestellt, der das S-Bahn-System in überschaubaren Schritten ertüchtigt. Die Einzelmaßnahmen können „Zug um Zug” finanziert und umgesetzt werden. Jeder einzelne Schritt führt in ein bis zwei Jahren zu einer Verbesserung. Der „Plan A” (PDF 2,3 MB) Plan A - Kurzfassung. (mehr ...)
Flughafen München: Zwei Bahnen sind genug!
Die Münchner haben am 17. Juni 2012 die 3. Startbahn abgewählt. Der VCD und seine Partner im Bündnis München gegen die 3. Startbahn bedanken sich bei allen aktiven Wählern.
Wir hätten nun liebend gerne das Thema „3. Startbahn” ad acta gelegt, uns einen Moment ausgeruht, und uns dann erleichtert anderen wichtigen Aufgaben zugewandt.
Aber nachdem führende Politiker verkündet haben, das Projekt weiter zu verfolgen und im Landesentwicklungsplan zu belassen, müssen auch wir weiter ackern und versuchen, Bürger in allen bayrischen Regionen davon zu überzeugen, dass eine 3. Startbahn überflüssig und schädlich ist.
Beim Freisinger Altstadtfest am 14. Juli hat man versucht, die Plakatmotive der Startbahnbefürworter nachzustellen.
Förderung des Radverkehrs
Die von der Stadtregierung im April 2009 vollmundig angekündigten Maßnahmen zur Förderung des Radverkehr begleiten wir kritisch. Mit ein paar zusätzlichen Radwegen, einer Image-Kampagne und einem Verkehrserziehungsclown ist es nämlich nicht getan. Der VCD hat längst benannt, was Radler behindert und viele Menschen vom Radeln abhält:
- Zugeparkte Radwege, Schutzstreifen und Kreuzungen
- Überdimensionierte Fahrbahnen auf Kosten von Fuß- und Radwegen
- An Baustellen wird der Radverkehr nicht vernünftig umgeleitet, sondern ein Schild „Radfahrer absteigen” aufgestellt
- Viele gefährliche und unzumutbare Radwege sind als benutzungspflichtig ausgeschildert
- Geschwindigkeitsbegrenzungen, bei denen nur Rad-Artisten die Balance halten können
- Fehlende oder weit entfernte Abstellmöglichkeiten an vielen Bahnhöfen, Einkaufsstraßen und anderen typischen Zielen
Attraktiven Radverkehr stellen wir uns anders vor. Siehe auch: Preisfrage: Welche Ampel gilt für Radler??
Rückgewinnung der Gehwege für die Fußgänger
In hunderten Münchner Straßen parken Kraftfahrer ohne jegliches Unrechtsbewusstsein auf Rad- und Gehwegen. Die Polizei geht dagegen praktisch nicht vor, und die Stadtverwaltung erteilt Zustelldiensten, Lieferanten und Handwerkern Freibriefe zum Gehwegparken. Diese werden weidlich genutzt, auch wenn Ladezonen oder freie Parkplätze vorhanden sind, und ungeniert auch für private Besorgungen.
Wir wollen diese rechtswidrig okkupierten Flächen wieder für Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Kinderwagen, Kinderräder etc. zurückgewinnen.
Die Dauerthemen: Feinstaub und Lärm
Trotz einschlägiger Schutzbestimmungen sind die Belastungen durch Feinstaub oder Lärm stellenweise unerträglich. Für wirksame Maßnahmen fehlt offensichtlich der politische Wille. Wir melden uns immer wieder zu Wort.
Überparteilich für nützliche und bezahlbare Lösungen
Die Verkehrspolitik der politischen Parteien wird von allen möglichen, oft nicht durchschaubaren Interessen gelenkt. Beispiel 2. S-Bahn-Röhre und 3. Startbahn: Etliche Parteien vertreten im Stadtrat andere Positionen als in den Landkreisen oder im Landtag. Ganz anders agiert der VCD: Wir wägen Kosten, Auswirkungen und Nutzen für die Bürger gegeneinander ab, und arbeiten in München, im Umland und in Bayern für dieselben Ziele.